Skin & Bones | Judith Seng

Haut & amp; Bones erforscht die Aktivität der Raumschaffung als eine kontinuierliche Verhandlung zwischen Körpern, Objekten und räumlichen Strukturen. Auf dem Boden liegend, wartet ein flaches, scheinbar zweidimensionales Quadrat von Canvas* — die „Haut“ — darauf, von den „Knochen“ aktiviert zu werden: eine Auswahl geformter Werkzeuge, die von menschlichen Körpern verwendet werden. Zusammen können sie eine endlose Vielfalt von skulpturalen Formen und Innenräumen erzeugen. Sobald aktiviert, Skin & amp; Bones entfaltet sich wie eine fließende, sozio-materielle Struktur, die die Aktivität des Raummachens wie dreidimensionales Skizzieren mit Canvas im Raum enthüllt.

* Canvas (Substantiv) deutsch: Leinwand
1. Ein schweres, grobes, eng gewebtes Textil aus Baumwolle, Hanf oder Flachs, das traditionell für Zelte und Segel verwendet wird.
2. Ein Stück eines solchen Textils, auf dem ein Gemälde, insbesondere ein Ölgemälde, ausgeführt wird.
3. Der Hintergrund, vor dem sich Ereignisse wie in einer historischen Erzählung entfalten.
4. Ein Zelt oder eine Gruppe von Zelten. Ein Zirkuszelt.
5. Sport. Der Boden eines Ringes, in dem Boxen oder Ringen stattfindet.


Judith Seng (Deutschland, 1974) ist eine in Berlin ansässige Designerin, die sich mit der Möglichkeit einer erweiterten Designpraxis auseinandersetzt und einen choreografischen Ansatz zur Auseinandersetzung mit der sozio-materiellen Dynamik verfolgt. Ihre Designarbeit findet in Kontexten statt, die von angewandten und alltäglichen bis hin zu internationalen Ausstellungen und dem akademischen Bereich reichen. Sie hat das transdisziplinäre, praxisorientierte Forschungsprojekt Design Reaktor Berlin an der Universität der Künste Berlin mitentwickelt, um beispielhafte Produktionsszenarien im postindustriellen Kontext der Stadt zu untersuchen. Als Stipendiatin der Graduiertenschule für Kunst und Wissenschaft an der UdK Berlin initiierte sie die experimentelle Produktionsreihe ACTING THINGS, in der Prozessdesign mit Elementen und Methoden aus den darstellenden Künsten erkundet wird. Die vierte Ausgabe von ACTING THINGS wurde für Design Miami/Basel 2013 in Auftrag gegeben. Das sechste ACTING THINGS-Experiment fand im Juli 2017 im Kyoto Art Center statt, nachdem er 2016 eine Residency in der Villa Kamogawa des Goethe-Instituts in Kyoto, Japan, absolviert hatte. Seng ist außerdem Gastprofessorin für Design an der HDK — Akademie für Design und Handwerk an der Universität Göteborg, Schweden.

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