Tension at Work | Martha Schwindling

Tension at Work ist ein Experiment in der Konstruktion. Textil, das — im Zusammenhang mit Möbeln — normalerweise zur Verkleidung von Bauteilen verwendet wird, wird zum tragenden Element. Gewöhnliche Sperrholzplatten werden durch um sie geschlungene Textilschlaufen in Form gebracht. Das Ergebnis ist eine Reihe von stabilen Objekten, die zwei Materialien umfassen, die normalerweise keine Stabilität bieten würden, wenn sie alleine verwendet werden.

Als Beispiele für die Anwendung dieses Konstruktionsprinzips werden eine Reihe von Böcken und eine Trennwand vorgestellt: Gemeinsam bilden sie eine Büroumgebung. Die Böcke sind stapelbar, leicht zu demontieren und können flach verpackt werden. Die Wand zeigt, wie selbst große Objekte in dieser leichten und zusammenklappbaren Art konstruiert werden können.

Martha Schwindling (Deutschland, 1988) studierte Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Vor ihrem Abschluss 2014 war sie bei Stefan Diez, arbeitete freiberuflich als Designerin für Bureau Kilian Schindler und verbrachte ein Semester am Visual and Critical Studies Department der School of Visual Arts, New York. Im Jahr 2011 gründete sie während ihres Studiums ihr eigenes Studio und arbeitete seitdem an Möbeln, Produkten, Inneneinrichtungen und Konzepten für verschiedene Kunden und unabhängige Unternehmen. Schwindlings Projekte sind im Alltäglichen verwurzelt: Sie betrachtet die Objekte, die uns umgeben, genau und versucht sie zu verbessern, und zielt auf den Nachweis von Konzept, Konstruktion und Nutzung ab. Die Rationalität und der Charakter eines Objekts sind ihr gleich wichtig. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

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